Der Mangobaum

In indischen Erzählungen steht oft der eindrucksvolle Mangobaum im Mittelpunkt. Er lädt speziell in der Blüte zum Verweilen ein. Die kleinen, weißen bis zart rosafarbenen Blüten duften intensiv nach Lilien und seine ausladende Krone, die einen Durchmesser von bis zu 10 Meter erreichen kann, bietet Schutz und Schatten. Sein botanischer Name lautet Mangifera indica. Er zählt zu den in den Tropen und Subtropen verbreiteten Sumachgewächsen, zu denen auch die Pistazien und Cashews gehören.

Mangobaum – Der Baum mit den Götterfrüchten

der Mangobaum

Der Mangobaum kann auch in Plantagen gesetzt werden

Nach der Blüte entwickeln sich die Mangofrüchte. Bis zur Reife dauert es jedoch drei bis sechs Monate. Schon in alten Schriften wird die Frucht als Götterspeise bezeichnet, der Baum, der sie trägt deshalb verehrt. Die Frucht selbst zeigt sich in Rot, Gelb, Grün oder einer Mischung daraus. Eine Einzelfrucht kann übergroß und bis 2 Kilogramm schwer werden. Das Laubwerk ist immergrün, die jungen Blätter lachsfarben. Sie verfärben sich langsam zu dunkelgrünem Laub. Der Mangobaum erreicht eine Höhe von bis zu 45 Meter.

Der Name Mango kommt aus dem dravidischen Sprachkreis, der in Südasien verbreitet ist. Mit den Früchten und Pflanzen fanden viele dravidische Bezeichnungen Einzug in die deutsche Sprache. Mango und Orange sind nur einige davon. Der Mangobaum, inzwischen weit verbreitet, hat seine ursprüngliche Heimat in Indien, doch es lohnt sich durchaus, ihn selbst in Garten und Haus zu ziehen. Ein interessanter Versuch ist es allemal, doch nur für geduldige Pflanzenliebhaber, denn es dauert Jahre bis er Fürchte trägt. An der Schönheit des Mangobaums kann sich der Züchter jedoch schon früher erfreuen.

Vom Kern zur Mangofrucht

Ein Mangokern wird eingeschnitten, wobei der Samen nicht beschädigt werden soll. Senkrecht wird er sodann in Anzuchterde gesteckt, wobei eine Hälfte aus dem Topf herausragen soll. Idealerweise wird der über den Topf ein Plastiksack gestülpt. Zeigen sich erste Triebe, den Sack gänzlich entfernen und ins Licht stellen. Hat sich die Pflanze entwickelt, muss sie in saure, durchlässige Erde umgepflanzt werden. Staunässe verträgt sie schlecht, ebenso stark kalkhaltiges Gießwasser. Einen gefährlichen Schädling stellt die Spinnmilbe dar. Ihre Bekämpfung ist vom ersten Auftreten notwendig, da der Mangobaum sehr schnell empfindlich auf sie reagiert. Auch Schildläuse befallen Mangobäume gerne. Im Freien liebt der Mangobaum die Sonne, jedoch nicht die grelle Mittagssonne. Sie würde die Blätter verbrennen. Wer sich ein Stück Indien ins Haus und in den Garten holen möchte, sollte beim nächsten Genuss einer Mangofrucht die Anzucht versuchen. Mit Geduld und Liebe gepflegt, wird der Baum es mit seinen duftenden Blüten lohnen, doch erst nach Jahren.